Inhalt dieses Beitrages:
– Einleitung
– Allgemeine Informationen zu (Py)Bitmessage
– Ausführliche Funktionsweise von Bitmessage
– Vorteile von Bitmessage
– Nachteile von Bitmessage
– Dienste in Verbindung mit Bitmessage
– Download und Installation von Bitmessage
– Der erste Start und die Einrichtung
– Erzeugung einer neuen Bitmessage-Adresse
– Backups der Bitmessage-Adressen (und anderen Daten) anfertigen
– Gesicherte Daten wieder zurück-spielen
– Eine Bitmessage Adresse deaktivieren
– Eine Bitmessage Adresse reaktivieren
– Eine Bitmessage Adresse löschen
– Eine Bitmessage-Adresse als öffentliche Pseudo-Mailingliste nutzen
– Einen Chanel erstellen
– Einen Chanel beitreten
– Eine Nachricht an die Mitglieder des Chanels senden
– Einen Chanel austreten
– Adresse zum Adressbuch hinzufügen
– Adresse aus dem Adressbuch entfernen
– Eine Bitmessage-Adresse abonnieren
– Ein Abonnement Deaktivieren/Löschen
– Eine Bitmessage zur Blacklist/Whitelist hinzufügen
– Einen Eintrag von der Blacklist/Whitelist deaktivieren/aktivieren
– Eine Bitmessage Adresse von der Blacklist/Whitelist löschen
– Eine Nachricht an eine Bitmessage Adresse senden
– Eine Rundrufnachricht senden
– Eine Bitmessage Nachricht lesen
– Auf eine Bitmessage Nachricht antworten
– Eine Bitmessage Nachricht abspeichern
– Eine Bitmessage Nachricht in den Papierkorb verschieben
– Eine Bitmessage Nachricht aus dem Papierkorb wiederherstellen
– Den Papierkorb leeren
– Zusammenfassendes Video von SemperVideo
– Weiterführende Materialien und Quellen
– Schlusswort
– Autoren

Einleitung
Die E-Mail ist eine grandiose Technik, welche so gut wie überall eingesetzt wird, vor allem, da sie eine einfache asynchrone Kommunikationsmöglichkeit darstellt. Die E-Mail hat aber ein Grundsätzliches Problem: Die E-Mail ist von Grund auf unsicher (Quelle 1, Quelle 2). Die De-Mail ist im übrigen auch nicht viel sicherer (Quelle). Bei beiden Systemen liegen die E-Mails (Metadaten und Inhalt) unverschlüsselt auf den Servern der Anbieter, was den Geheimdiensten wie der NSA (Quelle) und den BND (Quelle) sehr gelegen kommt. Nach den Enthüllungen durch Edward Snowden stieg die Nutzung von GPG (OpenPGP) stark an (Quelle). Dadurch konnte nun sichergestellt werden, dass die E-Mail nicht mehr von unbefugten Personen gelesen werden konnten. Der Inhalt war verschlüsselt. Die Metadaten (Sender, Empfänger und Betreff) ließen sich damit jedoch nicht Verschlüsseln. Nur den Inhalt zu verschlüsseln reicht aber nicht. Die Metadaten reichen schon um tief in das Leben des Nutzers einzudringen (Quelle). Die Lösung ist ein Protokoll, welches ohne Metadaten auskommt. Die Lösung lautet Bitmessage.

Allgemeine Informationen zu (Py)Bitmessage:
Betriebssystem: Linux, Windows, OSX
Programmiert in: Python 2.7
Sprachen: Multi13 (darunter auch Deutsch, Englisch und Pirate English)
GUI: PyQT
Aktuelle Version (zum Zeitpunkt des Schreibens): 0.4.4
Größe der EXE Datei: 14,7 MB
Formate der Setup Datei: .exe; git: .py (direkter Sourcecode)
Lizenz: MIT-Lizenz
Quellcode: Auf GitHub: https://github.com/Bitmessage/PyBitmessage

Ausführliche Funktionsweise von Bitmessage:
Beim Start:
Bitmessage funktioniert im Gegensatz zur E-Mail völlig dezentral. Der Bitmessage-Client versucht sich mit den fest einprogrammierten Knoten (das sind auch nichts anderes als laufende Bitmessage Instanzen) (Quelle: defaultKnownNodes.py Zeile 14-24) um sich eine Liste mit verfügbaren Gegenstellen, welche ebenfalls Bitmessage laufen haben, zu besorgen. Die Liste der verfügbaren Gegenstellen werden in der knownnodes.dat abgespeichert. Dies geschieht indem das Objekt „allKnownNodes“ (ein Daten Array) mit den Gegenstellen serialisiert wird (Quelle 1, Quelle 2 Siehe Zeile 44). Das Objekt wird mittels „pickle.dump(allKnownNodes, output)“ also vollständig mit seinen Eigenschaften in eine Datei übertragen, welche gleichzeitig auf der Festplatte gespeichert wird (Siehe dazu: Python-Kurs: Dateien lesen und schreiben (Die Informationen über pickle finden sich im letzten Abschnitt „In die Klemme geraten“); Ausführliche Dokumentation). Bitmessage verbindet sich dann mit 8 anderen zufällig ausgewählten Bitmessage Clients. Derzeit verbindet sich PyBitmessage nur mit dem Stream 1 (bitmessagemain.py, Zeile 205). Weitere sind noch nicht vorhanden. Mit wie vielen Clients man gerade schon verbunden ist, lässt sich im Tab „Netzwerk status“ ablesen. Sofern der eingehende Port nicht freigeschaltet wurde, bleibt die Anzahl der Verbindungen bei maximal 8 Verbindungen. Wenn der eingehende Port frei ist, kann die Zahl weit größer werden. Sofern sich Bitmessage bereits mit einem Client verbunden hat, fragt die Software automatisch die Gegenstellen nach neuen verschlüsselten Botschaften ab und lädt diese herunter. Diese Botschaften werden allesamt, unabhängig von Sender und Empfänger, in der messages.dat (eine SQLite Datenbank) Datei gespeichert. Diese Daten lassen sich aber auch online unter http://bitmessage.mobi/ abrufen.
PyBitmessage überprüft zudem beim Beenden, ob Einträge ihre Ablaufzeit erreicht haben. Falls dies der Fall ist werden diese Einträge dann aus der Datenbank gelöscht, um Speicherplatz auf der Festplatte zu sparen (Siehe dazu: class_singleCleaner.py Zeile 72-73).

Beim Senden einer Nachricht:
Wenn eine neue Nachricht gesendet wird, wird zuerst geprüft, ob der öffentliche Schlüssel für die Bitmessage Adresse bereits bekannt ist. Wenn nicht wird eine getpubkey Anfrage an die verbundenen Clients gesendet. Der Empfänger sendet darauf seine öffentlichen Schlüssel (den zum Verschlüsseln und den zur Überprüfung der Signatur) per pubkey zurück, falls dieser nicht schon im Bitmessage Netzwerk vorhanden ist. Die zu sendende Nachricht wird dann zuerst mit dem eigenen Privaten Schlüssel (dem Signierungs-schlüssel) signiert und der öffentliche Signierungs Schlüssel mit in die Nachricht eingebaut und dann mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers verschlüsselt. Dabei kommt ein Verfahren zum Einsatz, welches auf Elliptische Kurven basiert, es handelt sich also um sogenannte Elliptic Curve Cryptography. Hier kommt speziell die Kurve „secp256k1“ zum Einsatz. Im Anschluss wird wird die Nachricht dann über das Bitmessage Netzwerk weitergereicht. Der Sender versendet die Nachricht also an alle Bitmessage Clients, mit den er verbunden ist und die senden die Nachricht wiederum an ihre Gegenstellen und so weiter. Irgendwann wird die Nachricht dann auch logischerweise beim Empfänger ankommen.

Quelle: Bitmessage Technical Paper.pdf (Seite 7; 10ff)

Beim Empfang einer Nachricht:
Bei jeder neuen Empfangenden Botschaft aus dem Bitmessage Netzwerk versucht der Bitmessage Client, nachdem diese weitergeleitet wurde, die Nachricht mit dem eigenen privaten Schlüssel zu entschlüsseln. Dies kann natürlich nur derjenige tun, für den die Nachricht geschrieben wurde. Nachdem die Nachricht entschlüsselt wurde, überprüft der Empfänger die Signatur mit dem mitgelieferten öffentlichen Signatur- Schlüssel, um die Authentizität sicherzustellen. Nun ist aber noch nicht klar, wer, bzw. welche Bitmessage Adresse denn der Absender ist.
Diese lässt sich aber aus dem mitgelieferten öffentlichen Schlüssel für die Signierung entnehmen. PyBitmessage bildet einfach den RIPEMD160 Hash von dem Schlüssel, encodiert diesen dann mit Base58 und setzt „BM-“ davor. Heraus kommt die Bitmessage Adresse des Senders. Nachdem die Nachricht empfangen und überprüft wurde wird zudem eine Bestätigungsnachricht gesendet, dass man die Nachricht empfangen wurde.

Quelle: Bitmessage Technical Paper.pdf (Seite 7; 10ff)

Vorteile von Bitmessage:
+ Bitmessage funktioniert über P2P und benötigt daher, bis auf beim Erststart, keinen zentralen Server, wodurch ein Ausfall sehr unwahrscheinlich ist.
+ Im Gegensatz zur normalen E-Mail in Kombination mit GPG werden die Metadaten, also Sender, Empfänger und Betreff mit verschlüsselt.
+ Das Verschlüsseln geschieht bei Bitmessage voll automatisch und stellt demnach auch keine hohen Anforderungen an den unversierten Nutzer.
+ Das Programm lässt sich leicht bedienen.
+ Es stehen mehrere Sprachen in den Einstellungen zur Auswahl. Auffällig ist, dass auch Pirate English mit vertreten ist. Außerdem ist beim Ändern der Sprache kein Neustart des Programms notwendig.
+ Mit Bitmessage ist es nicht möglich innerhalb von wenigen Sekunden massenhaft Nachrichten an verschiedene Nutzer zu senden, da erst eine gewisse Rechenarbeit aufgebracht werden muss, um eine Nachricht an einen Nutzer senden zu können. Diese benötigt mehrere Sekunden. Dadurch ist das Massenversenden von Spam-Mails nicht mehr lukrativ.
+ PyBitmessage, der offizielle Bitmessage Client, ist in Python in Verbindung mit Qt geschrieben, wodurch er sich auf den meisten Desktop-Betriebssystemen (die Python 2,7 unterstützen) starten lässt (Windows, OSX und Linux sind dabei).
+ Mittels Notbit (ein konsolenbasierten Bitmessage Client für Linux) lässt sich Bitmessage in einigen Mail-Clients (KMail, Evolution) integrieren. Dieses Verfahren funktioniert nur unter Linux und es wird ein E-Mail Client benötigt, welcher Maildir und Sendmail unterstützt. Mit Thunderbird funktioniert das also schon-mal nicht. Unter Windows lässt sich eine POP3/SMTP Schnittstelle zu Bitmessage mittels BitMailServer einrichten, worauf dann alle gängigen E-Mail Programme drauf zugreifen können. Für Linux gib es ein ähnliches Programm: bmwrapper
+ Bitmessage ist Open Source und steht unter der sehr freizügigen MIT-Lizenz. Dazu passend: Vorteile und Nachteile von OSS (Open Source Software)
+ Bitmessage ermöglicht den einfachen Versandt von Rundruf Nachrichten, an alle, die die Adresse, von der der Rundruf kommt, abonniert haben. Dabei ist aber zu beachten, dass jeder, der die Adresse kennt dann auch solche Nachrichten einsehen kann.
+ Es gibt schon eine Reihe interessanter Bitmessage Dienste, beispielsweise eine Art Twitter auf Bitmessage Basis (BitChirp) (Liste vom Bitmessage Forum)
+ In Bitmessage kann man ganz leicht einen Chanel (eine Art private Mailingliste) erstellen.
+ Es ist einfach einzurichten, dass alle Nachrichten, die an eine eigene Adresse gesendet werden, an alle, die diese Bitmessage-Adresse abonniert haben, weitergeleitet wird.
+ Es werden im Augenblick nur um die 50-70 MB für die Lagerung von Nachrichten aus dem Bitmessage-Netzwerk verwendet.

Nachteile von Bitmessage:
– Es ist für das Bitmessage Protokoll noch keine ausgereifte Android oder IOS App verfügbar. Für Android existiert eine Möglichkeit mittels eines Bitmessage Servers (kann man auch auf dem eigenen PC hosten) und der Android App Bitseal seine Bitmessage Nachrichten zu verwalten. Bitseal ist aber noch keineswegs ausgereift und ist nicht im direktem Sinne ein Bitmessage Client, da Bitseal auf einem laufenden Bitseal-Server angewiesen ist. In meinem Test (getestete Version: 0.5.4) kam eine Nachricht, die ich von Bitseal an meine Adresse geschickt habe sogar gleich zweimal an (Bitseal wartete aber immer noch auf eine Bestätigung), aber eine Nachricht von meiner Adresse an Bitseal funktionierte leider nicht
– Bitmessage wurde noch nicht von Experten auf Schwachstellen untersucht. Daher wäre es ratsam Bitmessage in Kombination mit PGP zu nutzen. Es existiert aber schon eine (in englisch verfasste) Sicherheitsanalyse mit Diskussion im Bitmessage Forum
– PyBitmessage ist derzeit noch nicht ausgereift (löschen von alten ID’s nicht möglich, Papierkorb kann nur umständlich mit einem SQLite Datenbanktool wie SQLite Database Browser oder SQLite Manager (Firefox Addon) eingesehen werden).
– Eine gesendete Nachricht hält sich im Bitmessage P2P nur 2 Tage lang. PyBitmessage ist aber so konzipiert, dass die Nachricht für einen vom Nutzer definierten Zeitraum erneut versendet wird bis die Nachricht angekommen beim Nutzer ist oder der Zeitraum abgelaufen ist. Sender und Empfänger müssen also mindestens im Abstand von 2 Tagen Bitmessage gestartet haben. Update: In der Git Version ist es aber schon möglich zu bestimmen, wie lange sich die Nachrichten im Bitmessage Netzwerk halten sollen. Die mögliche Zeitspanne geht von einer Stunde bis 28 Tage (Quelle). In der Windows Version (0.4.4) ist diese Funktion aber noch nicht vorhanden.
– Bitmessage findet zurzeit, im Gegensatz zur klassischen E-Mail, kaum Verbreitung.
– Es sind bis jetzt kaum Webmailer vorhanden, welche das Bitmessage Protokoll unterstützen. Mir bekannte Bitmessage Webmailer: Bitmessage.ch; Blinked und Bitmsg.
– Bisher ist es nur umständlich mittels BinSend möglich, Anhänge zu versenden. Eine Implementierung von Anhängen ist aber bereits geplant.
– Bisher sind nur sehr wenige Möglichkeiten vorhanden, welche ein Austausch von Nachrichten zwischen E-Mail und Bitmessage Adressen ermöglichen (mir bekannte Möglichkeiten: Bitmessage.ch und Mailchuck).
Perfect Forward Secrecy wurde noch nicht implementiert. Eine Implementation steht aber schon zur Diskussion.
– Da es unter Umständen einige Minuten braucht, um eine Nachricht zu senden, ist Bitmessage ungeeignet für Instant Messaging (also als WhatsApp Ersatz ungeeignet).
– Die Bitmessage Adresse kann man sich nicht aussuchen. Sie setzt sich aus zufälligen, aber eindeutig unterscheidbaren, Zeichen zusammen, die man sich aber trotzdem kaum merken kann. Über Namecoin lassen sich aber Bitmessage Adressen in Namecoin Adressen mit beliebigen Namen umwandeln, was aber noch sehr umständlich ist.

Dienste in Verbindung mit Bitmessage:
BMCast: Damit kann mein seine Social Media Posts automatisch als Bitmessage Rundrufnachricht verschicken.
DarkLogs: DarkLogs ist ein anonymer Blogging Dienst welcher mittels Bitmessage Nachrichten mit Beiträgen gefüllt wird.
BitChirp: Eine Art Twitter Dienst, basierend auf Bitmessage.

Download und Installation von Bitmessage:
Linux:
Die Linux-Fraktion hat den Vorteil, dass sie einfach nur den Quellcode vom Github Server clonen muss und diesen dann mittels Python ausführen kann. Dazu müssen folgende Pakete installiert sein: git, python (bei manchen Distributionen wie Arch-Linux auch python2), python-qt4 (python2-pyqt4 bei Arch-Linux). Danach müssen folgende Zeilen in die Konsole eingegeben werden:
1. Zum Downloaden:
git clone https://github.com/Bitmessage/PyBitmessage $HOME/PyBitmessage

2. Zum Starten:
~/PyBitmessage/src/bitmessagemain.py

Alternativ:
python ~/PyBitmessage/src/bitmessagemain.py

Oder:
python2 ~/PyBitmessage/src/bitmessagemain.py

Quelle: Compiling instructions

Windows:
1. Zum Downloaden:
Bitmessage.exe herunterladen

2. Zum Starten:
Bitmessage.exe ausführen

Der erste Start und die Einrichtung:
Beim Erststart von Bitmessage werden Sie gefragt, ob Sie zuerst einige Einstellungen vornehmen wollen, bevor sich Bitmessage mit dem P2P-Netzwerk verbindet:
Screenshot-Bitmessage-ES

Sollten Sie die zweite Option angewählt haben, öffnet sich automatisch das Einstellungsmenü (sollten Sie fertig sein müssen Sie PyBitmessage neu starten, um sich mit dem P2P Netz zu verbinden). Für den Falle, dass Sie die erste Option gewählt haben, können Sie das Optionsmenü über Einstellungen –> Einstellungen erreichen:
Screenshot-Bitmessage-01-1

In den Einstellungen sollten Sie nun die Einstellungen nach ihren Wünschen anpassen. Ich empfehle folgende Einstellungen:
Tab Benutzerinterface:
– Bitmessage nachdem hochfahren automatisch starten aktivieren
– Im portablen Modus arbeiten aktivieren (das macht das sichern der Schlüssel um einiges einfacher)

Tab Geforderte Schwierigkeit:
– Für die geforderte Schwierigkeit ist der Wert von 2 bis 4 reicht völlig. Welchen Wert Sie nehmen sollten Sie davon abhängig machen, wie Leistungsstark Ihrer Computer und die Computer Ihrer Kontakte sind. Bei leistungsschwächeren Computern sind Sie mit der Stufe 1 besser beraten.
– Dabei ist zu beachten, dass der soeben gesetzte Wert nur für danach neu generierte Adressen gilt.

Tab Maximale akzeptierte Schwierigkeit:
– Empfehlenswert ist hier eine Stufe zwischen 6 und 16, da ihr PC ansonsten auf längere Zeit stark ausgelastet wird.

Tab Resends Expire:
– Hier können Sie einstellen, wie lange noch versucht werden soll, die Nachricht an dem Empfänger erneut zuzustellen, falls dieser über eine längere Zeit offline sein sollte.

Erzeugung einer neuen Bitmessage-Adresse:
Um eine neue Bitmessage Identität zu erzeugen, navigieren Sie zum Tab „Ihre Identitäten“ und klicken Sie anschließend auf „Neu“:
Screenshot-Bitmessage-07

Nun müssen Sie auswählen, ob Sie ihre Bitmessage-Adresse anhand des Zufalls-Generators erstellen wollen, oder ob Sie ein Passwort nehmen wollen nach dem die Adresse erzeugt werden soll. Die Erzeugung über ein Passwort hat den Vorteil, dass Sie Ihre Adresse im Notfall wiederherstellen können, falls Sie die keys.dat unwiederbringlich verloren haben. Außerdem sind Sie dann nicht von dem Zufalls-Generator abhängig, was die Sicherheit steigert. Allerdings müssen Sie ein sehr starkes Passwort verwenden, da ihre Identität ansonsten leicht repliziert werden kann. Falls Sie diese Methode verwenden sollten empfehle ich Ihnen ein Passwort mit mindestens 70 (je mehr, desto besser) zufälligen Stellen mit Zahlen, Buchstaben (groß und klein) und Sonderzeichnen. Freilich ist es kaum möglich sich solch ein kompliziertes Passwort zu merken. Deshalb sollten Sie es sicher abspeichern. Wie so etwas geht habe ich in einem anderen Beitrag zu KeePass schon ausführlich dargelegt. Den Beitrag können Sie hier abrufen: KeePass: Passwörter sicher auf dem Computer abspeichern

Sofern Sie Ihre Adresse mittels eines Passwortes erzeugen wollen, sollten Sie die Option „Anzahl der Adressen die basierend auf diesem Kennwortsatz erzeugt werden sollen“ überprüfen und gegebenenfalls ändern, da sonst standardmäßig 8 Adressen erzeugt werden.
Nachdem Sie in diesem Dialog auf „Ok“ geklickt haben wird die Adresse erzeugt. Daraufhin wird die Prozessorauslastung für mehrere Minuten stark ansteigen, da die nötige Arbeit verrichtet wird, um die Adresse im Bitmessage Netzwerk bekannt zu machen.
Ihre neue Identität ist nun im Tab Ihre Identitäten aufgelistet. Durch Doppelklick auf die Bezeichnung der Adresse können Sie diese umbenennen und mit einem Rechtsklick auf die Identität und anschließend auf „Set Avatar“ können Sie das Bild vor der Bezeichnung ändern (das Bild sollte eine maximale Auflösung von 300 * 300 Pixel haben und nicht größer als 30 KB sein, da Bitmessage größere Dateien nicht verarbeiten kann). Sowohl die Bezeichnung, als auch der Avatar sind nicht öffentlich sichtbar.

Backups der Bitmessage-Adressen (und anderen Daten) anfertigen:
Es ist immer sinnvoll ein aktuelles Backup, denn es kann immer mal zum Ausfall der Festplatte oder ähnliches kommen. Sofern Sie Ihre Bitmessage über ein Passwort erstellt haben, könnten Sie Ihre Adresse leicht über „Datei“ –> „Deterministische Adressen neu generieren“ wiederherstellen. Andernfalls ist Ihre Adresse ohne Backup hoffnungslos verloren.
Die Daten zu sichern ist hingegen deutlich einfacher und erspart viel Zeit und Ärger. Hierfür ist es sinnvoll, dass Sie den Portablen Modus in den Einstellungen aktiviert haben (Sie können dies auch schnell nachträglich erledigen: „Einstellungen“ –> „Einstellungen“ –> „In portablem Modus arbeiten“ –> „Ok“). Denn wenn dieser Modus aktiviert ist, befinden sich alle wichtigen Dateien im gleichen Ordner wie die Bitmessage.exe. Falls Sie nicht im portablem Modus Arbeiten, finden Sie die Dateien in Anwendungsordner (C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Anwendungsdaten bzw. C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\AppData\Roaming) –> PyBitmessage.
Dort finden Sie folgende Dateien:
Keys.dat: Enthält alle Einstellungen und alle Schlüssel für die Bitmessage Adressen. Diese Datei sollten Sie auf jeden Fall sichern.
knownnodes.dat: Enthält alle bekannten Rechner im Bitmessage Netzwerk. Diese können Sie optional sichern.
messages.dat: Diese Datei ist eine SQLite Datenbank, welche alle Nachrichten (auch die in den Papierkorb verschobenen) und alle Bitmessage-Objekte, also Nachrichten und Anfragen, die für andere bestimmt sind und demzufolge auch nicht entschlüsselt werden können. Diese Datei sollten Sie ebenfalls sichern.

Gesicherte Daten wieder zurück-spielen:
Um die ein Backup wieder einzuspielen kopieren Sie einfach die gesicherten Dateien in dem Ordner, wo die Bitmessage.exe gespeichert ist.

Eine Bitmessage Adresse deaktivieren:
Wenn Sie eine Bitmessage Adresse deaktivieren, empfangen Sie keine Nachrichten mehr auf diese Adresse. Außerdem können Sie von dieser auch keine Nachrichten mehr senden. Die Adresse ist aber immer-noch gespeichert und kann jederzeit wieder aktiviert werden (siehe nachfolgendes Thema).
Öffnen Sie den Tab „Ihre Identitäten“, klicken Sie die Identität, welche Sie deaktivieren möchten, mit der rechten Maustaste an und klicken Sie auf „Deaktivieren“.

Eine Bitmessage Adresse reaktivieren:
Eine deaktivierte Adresse können ganz einfach wieder aktivieren:
Öffnen Sie den Tab „Ihre Identitäten“, klicken Sie die Identität, welche Sie deaktivieren möchten, mit der rechten Maustaste an und klicken Sie auf „Aktivieren“.

Eine Bitmessage Adresse löschen:
Um eine Bitmessage zu löschen, müssen Sie in der keys.dat Datei herum-hantieren, daher sollten Sie die Datei DRINGENDST SICHERN.
Öffnen Sie die keys.dat mit einem Editor wie zum Beispiel Notepad++ (die Datei mit dem Windows Editor zu öffnen nicht ratsam, da der Windows Editor aka. Notepad den Inhalt der keys.dat in eine bis zwei Zeilen quetscht, was stark unübersichtlich ist):
Screenshot-Bitmessage-13

Anschließend müssen Sie nur noch die Datei speichert und Bitmessage neu-starten. Anschließend sollten Sie im Tab „Ihre Identitäten“ nachschauen, ob alles wie gewünscht funktioniert hat. Falls etwas nicht wie geplant funktioniert hat können Sie einfach die gesicherte keys.dat wieder zurück-spielen.

Löschen Sie nun den Absatz von BM-[…] bis zur Leerzeile. Das sieht dann in meinem Beispiel so aus:
Screenshot-Bitmessage-14

Eine Bitmessage-Adresse als öffentliche Pseudo-Mailingliste nutzen:
Wenn Sie diese Option für eine Adresse aktivieren werden alle Nachrichten, die bei dieser Adresse eintreffen werden automatisch auch an alle geschickt, die diese Adresse abonniert haben.
Um eine Adresse als Pseudo-Mailingliste zu definieren, öffnen Sie den Tab „Ihre Identitäten“.
Anschließend klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Adresse, die Sie als Mailingliste einstellen wollen, und klicken Sie auf „Spezielles Verhalten der Adresse“. Im Folgenden Dialog müssen die Option „Wie eine Pseudo-Mailinglistenadresse verhalten“ aktivieren und der Mailingliste einen Namen geben. Die Schriftfarbe der Adresse, welche nun als Pseudo-Mailingliste fungiert, hat sich dadurch nun in violett verändert. Der Name der Mailingliste wird vor dem Betreff mit eingeschoben. Wenn also jemand beispielsweise eine Nachricht mit dem Betreff „Testbetreff“ an einer Mailinglisten Adresse mit dem Namen „Bitmessage-Testmailingliste“ sendet, erscheint das bei den Abonnenten im Betreff folgendermaßen:
„[Bitmessage-Testmailingliste] Testbetreff“. Quelle: Bitmessage-Wiki.

Einen Chanel erstellen:
Ein Chanel ist im Prinzip eine dezentrale Mailingliste mit dem Vorteil bzw. auch Nachteil (je nach Situation), dass diese nicht moderierbar ist. Im Gegensatz zur Pseudo-Mailingliste benötigt man zum Beitreten neben der Bitmessage Adresse zusätzlich das Passwort, was hier der nicht öffentliche Name des Chanels ist, welcher beim Erstellen vergeben wird.
Um einen neuen Chanel zu erstellen klicken Sie links oben auf „Datei“ und anschließend auf „Chan beitreten / erstellen“. Wählen Sie als nächstes die Option „Neuen Chan erstellen“ an und tragen Sie den Namen für den Chanel ein. Dieser sollte möglichst einzigartig wie ein Passwort sein. Außerdem ist dabei zu beachten, dass wenn dieser Name schon einmal vorkommt, der neue Chanel mit dem alten zusammengeführt wird. Nachdem Sie den Chanel erzeugt haben ist dieser nun im Tab „Ihre Identitäten“ aufgelistet. Nun müssen Sie nur noch den Namen und die Bitmessage Adresse des Chanels an die Mitglieder senden.

Einen Chanel beitreten:
Klicken Sie wie beim Erstellen eines Chanels auf „Chan beitreten / erstellen“. Stellen Sie im folgenden Fenster sicher dass die Option „Einem Chan beitreten“ angewählt ist. Tragen Sie nun den Chan-Name und die Chan-Bitmessage-Adresse ein und bestätigen Sie die Eingaben mit OK. Der Chanel ist nun im Tab „Ihre Identitäten“ aufgelistet.

Eine Nachricht an die Mitglieder des Chanels senden:
Um eine Nachricht an alle Mitglieder des Chanels zu senden, müssen Sie nur einfach eine normale Person zu Person Nachricht an die Adresse senden. Siehe dazu den Punkt „Eine Nachricht an eine Bitmessage Adresse senden“.

Einen Chanel austreten:
Um den Nachrichtenempfang von einem Chanel zu stoppen gibt es zwei Möglichkeiten. Sie können den Nachrichtenempfang vom Chanel temporär abschalten oder diesen dauerhaft von Ihrer Liste entfernen. Es ist aber nicht möglich einen Chanel vollständig zu schließen, sodass niemand diesen mehr nutzen kann. Da sich Chanel Adressen wie Bitmessage Adressen verhalten können Sie die Kapitel „Eine Bitmessage Adresse deaktivieren“, „Eine Bitmessage Adresse deaktivieren“,“Eine Bitmessage Adresse löschen“ auch auf diese Problematik anwenden.

Adresse zum Adressbuch hinzufügen:
Um eine fremde Adresse zum Adressbuch hinzuzufügen, öffnen Sie den Tab „Adressbuch“ und klicken Sie auf „Neuen Eintrag erstellen“. Tragen Sie im anschließenden Dialog die Bezeichnung (bsp. Namen des Kontakts) bei Label und die Bitmessage-Adresse ein.
Alternativ können Sie auch eine Adresse hinzufügen, indem Sie im Tab „Posteingang“ mit der rechten Maustaste auf eine empfangende Nachricht klicken und anschließend „Absender zum Adressbuch hinzufügen“ auswählen.
Optional können Sie die Adresse noch mit einem Profilbild verknüpfen. Klicken Sie dazu mit der Rechten Maustaste auf die Adresse und anschließend auf „Set Avatar“. Das Bild sollte möglichst klein sein (so 100 * 100 bis 300 * 300 reichen völlig).

Adresse aus dem Adressbuch entfernen:
Um eine Adresse wieder aus dem Adressbuch zu entfernen, klicken Sie die zu entfernende Adresse im Tab „Adressbuch“ mit der rechten Maustaste an und klicken Sie auf „Löschen“.

Eine Bitmessage-Adresse abonnieren:
Wenn Sie eine Bitmessage-Adresse abonnieren, empfangen Sie Rundrufnachrichten, die von dieser Adresse gesendet werden. Um eine Adresse zu abonnieren gibt es 2 Möglichkeiten: Falls die Adresse, die Sie abonnieren möchten schon im Adressbuch vorhanden ist, öffnen Sie den Tab „Adressbuch“, klicken Sie auf die gewünschte Bitmessage-Adresse mit der Rechten Maustaste an und anschließend auf „Diese Adresse Abonnieren“. Falls die Adresse nicht im Adressbuch vorhanden ist, öffnen Sie den Tab „Abonnements“ und klicken auf „Neuen Eintrag erstellen“. Anschließend tragen Sie die Bezeichnung (Label) und die Adresse, die Sie abonnieren möchten, ein. Optional können Sie die Adresse noch mit einem Profilbild verknüpfen. Klicken Sie dazu mit der Rechten Maustaste auf die Adresse und anschließend auf „Set Avatar“. Das Bild sollte möglichst klein sein (so 100 * 100 bis 300 * 300 reichen völlig).

Ein Abonnement Deaktivieren/Löschen:
Um den Empfang von Abonnements von einer Adresse abzustellen können Sie das Abonnement entweder temporär deaktivieren oder endgültig löschen.

Eine Bitmessage zur Blacklist/Whitelist hinzufügen:
Bitmessage bietet 2 Arten von Filtersystemen an: Blacklist und Whitelist.
Bei der Blacklist werden alle eingehenden Nachrichten erlaubt, außer welche von jenen Adressen, welche Sie in die Liste eingetragen haben. Bei der Whitelist verhält es sich jedoch umgekehrt. Bitmessage blockt alle Nachrichten, außer von den Adressen, die Sie manuell in die Liste eingetragen haben.
Zuerst müssen Sie sich für eines der beiden Verfahren entscheiden. Gehen Sie dazu in den Tab „Blacklist“ und wählen Sie gegebenenfalls „Liste als Blacklist verwenden […]“ oder „Liste als Whitelist verwenden […]“ aus.
Anschließend können Sie eine neue Adresse über die Schaltfläche „Neuen Eintrag hinzufügen“ eintragen. Setzen Sie im Folgedialog die Bezeichnung (Label) und die Adresse.

Einen Eintrag von der Blacklist/Whitelist deaktivieren/aktivieren:
Falls Sie Nachrichten von einer Adresse, welche schon in der Liste eingetragen ist, zulassen oder sperren möchten, können Sie den Eintrag zeitweise aktivieren und deaktivieren.
Öffnen Sie dazu den Tab „Blacklist“, klicken Sie den betreffenden Eintrag mit der rechten Maustaste an und klicken Sie anschließend auf „Aktivieren“ bzw. auf „Deaktivieren“.

Eine Bitmessage Adresse von der Blacklist/Whitelist löschen:
Falls Sie eine Adresse dauerhaft von der Liste entfernen wollen, öffnen Sie den Tab „Blacklist“, klicken die zu entfernende Adresse mit der rechten Maustaste an und klicken Sie anschließend auf „Löschen“.

Eine Nachricht an eine Bitmessage Adresse senden:
Wählen Sie den Tab „Senden“ aus, wählen Sie darauf folgend eine Ihrer Identitäten hinter dem „Von:“ aus, tragen Sie nun den Empfänger ein (falls Sie den Empfänger im Adressbuch gespeichert haben, navigieren Sie zu dem Adressbuch Tab, klicken Sie mit der Rechten Maustaste auf den Empfänger und anschließend auf „Nachricht an diese Adresse senden“). Tragen Sie nun den Betreff und die Nachricht ein. Klicken Sie zum Schluss auf „Senden“.:
Screenshot-Bitmessage-10

Nachtrag: Bei der Git Version können Sie zudem einstellen, wie lange die Nachricht im Bitmessage Netzwerk verbleiben soll. Dazu finden Sie links neben dem „Senden“ Button den Schieberegler für TTL (Time-To-Live):
Screenshot-Bitmessage-15

Über diesen können Sie den Wert anpassen. Je höher der Wert ist, desto mehr muss Ihr Computer auch berechnen.

Im Tab „Gesendet“ können Sie den Status nachverfolgen. Während die Nachricht versendet wird, steigt die Prozessorauslastung für einige Sekunden, eventuell auch Minuten, bis auf 100% an (im Test hat das weniger als eine halbe Minute gedauert). Die Nachricht wurde gesendet wenn im Status Feld steht „Message sent. Waiting for acknowledgement. Sent at […]“. Zu diesem Zeitpunkt wartet Bitmessage noch auf eine Empfangsbestätigung. Wenn dann folgendes steht „Acknowledgement of the message received, […]“ oder „Nachricht gesendet. gesendet am […]“ heißt das die Nachricht empfangen wurde.

Beim Empfänger sieht das im Posteingang dann folgendermaßen aus:
Screenshot-Bitmessage-11

Eine Rundrufnachricht senden:
Um eine Rundruf-Nachricht zu versenden, verfahren Sie wie beim Senden einer Person zu Person Nachricht, nur dass Sie dieses mal die Option „Rundruf an jeden, der Ihre Adresse abonniert hat“ auswählen. Nach dem Sie die Nachricht abgeschickt haben, wird die dafür notwendige Arbeit verrichtet. Dies kann mehrere Minuten in Anspruch nehmen. Bei der Rundrufnachricht können Sie ebenfalls einstellen, wie lange die Nachricht im Netzwerk gespeichert bleiben soll (siehe vorherigen Abschnitt).

Eine Bitmessage Nachricht lesen:
Wenn eine neue Nachricht für Sie eintrifft werden Sie auch darüber über die Windows Benachrichtigung informiert. Um diese zu lesen müssen Sie nur das Bitmessage Fenster öffnen und den Tab „Posteingang“ öffnen. Hier müssen Sie die Nachricht, die Sie lesen wollen anwählen. Diese wird dann im unteren Teil des Fensters angezeigt.

Auf eine Bitmessage Nachricht antworten:
Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Tab „Posteingang“ auf die Nachricht, auf die Sie antworten wollen und anschließend auf „Antworten“. Nun befinden Sie sich im Tab „Senden“, wo die Adresse des Empfängers und eine Kopie der ursprünglichen Nachricht bereits eingefügt wurden. Hier müssen Sie nur noch Ihre Antwort in das Feld „Nachricht:“ schreiben und auf „Senden“ klicken. Jenen, welche die Git Version benutzen können noch im Schieberegler, links neben den „Senden“ Button einstellen, wie lange die Nachricht im Bitmessage P2P Netzwerk erhalten bleiben soll.

Eine Bitmessage Nachricht abspeichern:
Sie können eine Nachricht einfach abspeichern, dabei wird aber nur die reine Nachricht abgespeichert. Die Kopfinformationen, also von welcher Adresse die Nachricht kommt, oder wann diese eingetroffen ist, werden nicht mit abgespeichert.
Um eine Nachricht abzuspeichern, klicken Sie die zu speichernde Nachricht im Tab „Posteingang“ mit der rechten Maustaste an und klicken Sie anschließend mit der linken Maustaste auf „Nachricht speichern unter…“. Anschließend suchen Sie sich den Ort aus, wo die Text Datei schlussendlich gespeichert werden soll.

Eine Bitmessage Nachricht in den Papierkorb verschieben:
Eine Bitmessage Nachricht können Sie ganz einfach im Papierkorb verschieben. Öffnen Sie den Tab „Posteingang“, klicken Sie die zu verschiebende Nachricht mit der rechten Maustaste an und klicken auf „In den Papierkorb verschieben“. Sie sollten sich allerdings vorher genau überlegen, ob Sie die Nachricht in den Papierkorb verschieben wollen, da das wiederherstellen der Nachricht deutlich aufwendiger ist.

Eine Bitmessage Nachricht aus dem Papierkorb wiederherstellen:
Im Bitmessage Programm selbst gibt es keine Möglichkeit eine verschobene Nachricht wiederherzustellen. Wenn Sie dennoch eine Nachricht wiederherstellen wollen benötigen Sie ein SQLite Datenbanktool. Bevor Sie im folgenden mit einem externen Tool an der „messages.dat“ Datei arbeiten, sollten Sie Bitmessage zuerst schließen. Für dieses Tutorial verwende ich das Tool Sqlitebrowser, mit anderen Tools funktioniert das aber auch. Laden Sie sich nun ein SQLite Tool herunter und starten Sie dieses.
Es sollte sich im Falle vom Sqlitebrowser in etwa folgendermaßen aussehen:
SQLiteBrowser-01

Klicken Sie als nächstes auf „Open Database“ (im vorherigen Bild grün markiert). Öffnen Sie im folgenden Fenster die Datei „messages.dat“ (im folgenden Bild grün markiert):
SQLiteBrowser-02

Nachdem Sie die Datenbank geöffnet haben sollten Sie sich noch im Tab „Database Structure“ befinden. Öffnen Sie den Tab „Browse Data“ (im folgenden Bild grün markiert). Danach müssen Sie die Tabelle „inbox“ auswählen (im folgenden Bild blau markiert). Hier sehen Sie nun all Ihre Nachrichten, welche sich im Posteingang und im Papierkorb befinden. In der Spalte „folder“ (das ist die siebte Spalte) können Sie sehen, ob diese Nachricht sich im Posteingang oder im Papierkorb befindet. Sie können auch einmal auf „folder“ klicken um alle Objekte, die im Papierkorb sind zuerst anzuzeigen. In den Spalten „subject“ und „message“ sehen Sie den Betreff und den Inhalt der Nachricht. Um eine Nachricht wieder in den Posteingang zu verschieben klicken Sie in der Zeile, welche Ihre Nachricht enthält, in der Spalte „folder“ doppelt auf „trash“ (im folgenden Bild gelb markiert):
SQLiteBrowser-03

Nun sollte folgendes Fenster erscheinen:
SQLiteBrowser-04

Ersetzen Sie dort „trash“ mit „inbox“ und bestätigen Sie mit „OK“.
Nun sollte es wie im folgendem Bild aussehen (wo vorher „trash“ stand sollte nun „inbox“ stehen):
SQLiteBrowser-05

Um die Änderungen schlussendlich zu übernehmen müssen Sie nur noch auf „Write Changes“ klicken. Anschließend können Sie PyBitmessage wieder starten und die wiederhergestellte(n) Nachricht(en) sollten im Posteingang wieder zu sehen sein.

Den Papierkorb leeren:
Um die Nachrichten im Papierkorb endgültig zu entfernen klicken Sie auf „Datei“ und anschließend auf „Alle Nachrichten im Papierkorb löschen“.

Zusammenfassendes Video von SemperVideo:

Weiterführende Materialien und Quellen:
Bitmessage Developer Reference (Funktionsweise, Liste mit bekannten Implementierungen, Webmailern, E-Mail Gateways)
Bitseal Beta Testers Google+ (Neuigkeiten über Bitseal + Links zu den APK’s der neusten Versionen von Bitseal)
Bitmessage Subreddit (Neuigkeiten und Diskussionen über Bitmessage)
Bitmessage Forum (Selbsterklärend)
BitmessageDEV auf Twitter
AyrAs Bitmessage Services (Sammlung verschiedener Erweiterungen und Dienste für Bitmessage)
Zeitungsartikel zum Thema Bitmessage

Schlusswort:
Ich hoffe, dieser Beitrag hat euch gefallen. Es war auch eine Menge Arbeit diesen zu schreiben, was bei über 4900 Wörter auch nicht verwunderlich ist. Nun sollten Sie in der Lage sein mit Bitmessage zu kommunizieren und sich ein Teil Ihrer Privatsphäre zurück erobern können. Sollten Sie noch weitere Verbesserungen haben können Sie diese mir gerne über (verschlüsselte) E-Mail, Bitmessage oder Github zukommen lassen. Dieser Artikel kann dementsprechend noch weiter verbessert und ausgebaut werden.

Autoren:
ThaFireDragonOfDeath (https://github.com/ThaFireDragonOfDeath)

Bitmessage, die E-Mail der nächsten Generation